

Kein Garten ohne Licht – zumindest, wenn die Besitzer ihre grüne Oase nicht nur tagsüber genießen möchten. Doch erst mit einem durchdachten Lichtkonzept wird ein Garten auch in den Abendstunden zu einem stimmungsvollen Refugium. Wer es geschickt anstellt, erzielt mit gut gesetzten Lichtakzenten faszinierende Effekte und gewinnt seinem Garten ganz neue Facetten ab. Gärtner von Eden Paul Horstmann aus Ennigerloh erklärt, worauf man bei der Illumination des Gartens achten sollte.
Licht im Garten erfüllt gleich mehrere Funktionen: Es sorgt für Helligkeit, setzt Akzente, schafft Stimmungen und beeinflusst die Raumwirkung. „Dies alles harmonisch miteinander zu vereinbaren, ist die Herausforderung bei einer guten Lichtplanung“, erklärt Paul Horstmann, Gartengestalter aus Ennigerloh.
Gerade rund um den Sitzplatz geht es natürlich darum, durch ausreichend Helligkeit dafür zu sorgen, dass dieser auch nach Einbruch der Dunkelheit genutzt werden kann. Doch diesen Bereich deshalb in gleißendes Licht zu tauchen, ist nicht empfehlenswert. „Stimmungsbeleuchtung“ heißt hier das Zauberwort. Die ist indirekt, darf auf keinen Fall blenden und sollte mit Leuchtmitteln ausgestattet sein, die ein warmes, weiches Licht erzeugen.
Erhellende Aussichten
Stimmungsvoll sollte es auch zugehen, wenn neben dem Sitzplatz weitere Teile des Gartens illuminiert werden. „Mit Licht lassen sich wunderbare Akzente setzten, die dem Garten nachts noch einmal einen ganz neuen Charakter einhauchen können“, unterstreicht Gartengestalter und Mitglied der Gärtner von Eden Paul Horstmann. „Aber weniger ist oft mehr.“ Etwa, wenn ein Baum mit einem einzigen am Boden angebrachten Strahler erleuchtet wird oder Lichtpunkte den Gartenweg säumen. Im Grunde sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Lichtquellen in Teich oder Pool schaffen eine fast magische Atmosphäre, Lichtbänder an Fassade oder Gartenmauer bringen Strukturen zum Vorschein, die tagsüber verborgen bleiben und kleine Spots an Treppenstufen sorgen neben sicherem Tritt für eine interessante Akzentuierung von Form und Material.
Gewusst wie
„Wichtig ist, die Leuchten so anzubringen, dass sie das Dahinterliegende erhellen und man nicht vor eine Lichtwand schaut, hinter der der Rest des Gartens in Dunkelheit versinkt“, beschreibt Paul Horstmann die Herausforderung einer gekonnten Lichtplanung. So lässt sich die Raumwirkung des Gartens hervorheben, und gerade kleine Gärten erscheinen durch geschickt platzierte Lichtquellen deutlich größer. Ansprechpartner für eine professionelle Illumination des Gartens ist im Übrigen der Gartengestalter, „denn nur der kann das Beleuchtungskonzept auf das Wuchsverhalten der Pflanzen abstimmen, damit die gewünschten Effekte auch in ein paar Jahren noch erzielt werden, wenn Bäume und Sträucher größer geworden sind“, so Horstmann.
Besonders komfortabel wird die Ausleuchtung des grünen Wohnzimmers, wenn jedes Beleuchtungselement via Fernbedienung steuerbar ist. Und wer ein paar Dinge beachtet, kann seinen Garten – egal ob neu angelegt oder schon gut eingewachsen – im wahrsten Sinne des Wortes in völlig neuem Lichte genießen.